„I can´t describe the joy they bring…“

„… cause joy is something they don´t bring me“ – Mit diesem Anti-Weihnachts-Zitat der San Diego´er Punk-Legenden von Grinch182 melde ich mich nach langer Zeit zurück mit dem saisonbedingten Weihnachtsspecial im songxpress.

Natürlich hätte mir die Idee auch schon im September kommen können, als die Klimaanlagen in den Supermärkten hochgedreht wurden, um die Schoko-Nikoläuse in den Auslagen vom Schmelzen abzuhalten- aber mittlerweile ist der 2. Advent und die Dichte an weihnachtlicher Radio-Musik lässt fortan keinen Zweifel mehr zu – Weihnachten steht vor der Tür! Es ist, als würde eine geheimnisvolle Stimme sagen: Halt jetzt den Mund und sei besinnlich!

Weihnachts-Pop ist zeitlos – hat doch Wham seit dem Jahr 1984 mit Regelmäßigkeit DAS Weihnachtslied Jahr für Jahr in den Charts platzieren können. Es gibt nunmal Lieder, die uns in allen Variationen von allen nur erdenklichen Künstlern Zeit unseres Lebens in der Weihnachtszeit begleiten – White Christmas, Jingle Bells oder Let it snow, um nur einige zu nennen.

Gerorge Michaels „Last Christmas“ hat z.B. bisher schon 7 offizielle Cover provoziert, darunter Werke von musikalischen Superhirnen wie Whigfield, Ashley Tisdale, der Euro-Trash Ikone Cascada oder auch dem Crazy Frog.

Und so ist es wie üblich an uns, zwischen den Jingelden Bells und Ringelnden Sleigh Rides die goldene Mitte zu finden zwischen guter, fröhlicher Musik mit X-Mas Background und intoniertem Zimt-Stern-Auswurf á la „Snow Globe“, dem aktuellen Erasure Weihnachts-Album.

Um vom Kerzenschein-Kitsch nicht zu Tode geschleimt zu werden, habe ich in die Playlist die Weihnachtslieder geparkt, die das Fest zwar thematisieren, aber nicht zu verblendet und stupide beleuchten. („Peace to the world from the New Kids On The Block, we are here“ – New Kids on the Block, Merry Merry Chrismas, Würg!)

Die Jungs von den Pogues haben mit Kirsty MacColl in „Fairytale of New York“ einen meiner absoluten Lieblinge erschaffen, der für üblich erst Mitte März vom mobilen Endgerät entfernt wird. Der irische Folk-Punk-Sound und die wie üblich süffige Kneipenstimme von Sänger Shane MacGowan (dem Supergau für jeden Kieferchirurgen) wird mit einer für mich faszinierenden Story untermalt. Es geht um einen sturzbesoffenen Spieler, der am Weihnachtstag verknackt wird und bei der Gelegenheit mal sein Leben und Lieben rezensiert. Es folgt ein unterhaltsamer Dialog zwischen dem „Drunken Irishman“ und der Liebe seines Lebens  mit Vorwürfen, Beschuldigungen und Schimpfwörtern – all dem, was einen familiären Weihnachtsabend auch in unseren Breitengraden ausmacht.

Bild

Shane MacGowan

Dazu kommt noch eine Interpretation von „All I want for Christmas“ aus dem Jahr 2005 von My Chemical Romance, die ohne das Wort „Christmas“ im Titel nichtmal als Weihnachtslied auszumachen wäre. Außerdem viel Spaß mit: Blink 182 – I won´t be home for Christmas, Bryan Adams – Something about, Christmas time sowie Shakin Stevens – Merry Christmas, everyone.

Zur Playlist: Christmas

Fro-ho-hoes Fest!

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Eine Antwort zu „I can´t describe the joy they bring…“

  1. flor76 schreibt:

    sauberer Beitrag mit den bekannten sprachlichen Finessen! Hoffentlich nimmt der Express in 2014 mal richtig Volldampf und tuckert nich so wie in 2013 😉

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